tora-chan

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Verrückt, überglücklich und einfach nicht in worte zu fassen!!

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Nur zu Besuch


Immer wenn ich dich besuch, fühl ich mich grenzenlos.
Alles andere ist von hier aus so weit weg.

Ich mag die Ruhe hier zwischen all den Bäumen,
als ob es den Frieden auf Erden wirklich gibt.

Mit gesenktem Blick ging Adrian diesen Weg. Wie oft ist er ihn schon gegangen? Wie oft hatte er an dieser und jenen Stelle leicht gelächelt? Er konnte es sich nicht beantworten. Die Bäume spendeten ihm Schutz, liessen ihn wie in einer anderen Welt fühlen und doch... er konnte nicht fliehen. Nur hier konnte er abschalten, einfach eine Zeit lang alles vergessen und verdrängen.

Es ist ein schöner Weg, der unauffällig zu dir führt.
Ja, ich habe ihn gern, weil er so hell und freundlich wirkt.

Ich habe Blumen mit, weiß nicht, ob du sie magst.
Damals hättest du dich wahrscheinlich sehr gefreut.

Wenn sie dir nicht gefallen, stör dich nicht weiter dran.
Sie werden ganz bestimmt bald wieder weggeräumt.

Wie es mir geht, die Frage stellst du jedes Mal.
Ich bin okay, will nicht, dass du dir Sorgen machst.

Langsam hob Adrian die Blumen in seiner Hand an, roch an ihnen. //Ob sie ihm gefallen werden??// Ein kleines Lächeln schlich sich auf seine Lippen. Adrian wusste, dass Lawrence sich darüber freuen würde, schliesslich waren die Blumen von ihm – ein Geschenk von seinem geliebten Adrian. Langsam ging er in die Hocke, tat die Blumen in die Blumenvase und lächelte. „Mir geht es gut, Lawrence“ flüsterte er, wollte Lawrence doch keine Sorgen bereiten.

Und so red ich mit dir wie immer,
so als ob es wie früher wär,
so als hätten wir jede Menge Zeit.

Ich spür dich ganz nah hier bei mir,
kann deine Stimme im Wind hören
und wenn es regnet, weiß ich, dass du manchmal weinst,
bis die Sonne scheint; bis sie wieder scheint.

Lange blieb Adrian in der Hocke, unterhielt sich mit Lawrence über unwichtige Dinge. Erzählte von seiner Arbeit, von seinen Problemen und immer wieder rannen ihm Tränen über die Wange. „Ich bin einsam und doch wieder nicht, Lawrence“ flüsterte er und wischte sich über die Augen.

Ich soll dich grüßen von den andern:
sie denken alle noch ganz oft an dich.

Und dein Garten, es geht ihm wirklich gut,
obwohl man merkt, dass du ihm doch sehr fehlst.

Und es kommt immer noch Post, ganz fett adressiert an dich,
obwohl doch jeder weiß, dass du weggezogen bist.

Im Schneidersitz saß Adrian auf dem Boden, lächelte Lawrence an. „Ich soll dich von Wolfy und Vicky grüßen.“ Er strich sich durch die Haare und holte einen kleinen Umschlag aus seiner Jackentasche. „Du hast auch wieder einen Brief bekommen. Ich habe ihn dir mitgebracht“ Langsam beugte er sich vor, legte den Brief auf die Erde vor dem Grabstein. „Die Leute wollen einfach nicht verstehen, dass du weggezogen bist.“

Und so red ich mit dir wie immer
und ich verspreche dir,
wir haben irgendwann wieder jede Menge Zeit.

Dann werden wir uns wiedersehen,
du kannst dich ja kümmern, wenn du willst,
dass die Sonne an diesem Tag auch auf mein Grab scheint

„Zwei Stunden unterhalten wir uns schon Liebster. Es wird Zeit für mich“ Langsam stand Adrian auf, sah auf das Grab von Lawrence runter und holte tief Luft. „Sag mir, hast du ein wenig Platz neben dir?“ Er sah Lawrence nicken, trat langsam auf dessen Grab, legte sich auf die rechte Seite und sah nach links, direkt in Lawrence strahlende Augen. „Sie werden mich auch vermissen, aber ich muss für immer bei Dir sein. Liebst du mich? ..... Ich liebe Dich auch.“ Langsam griff er in seine Jackeninnentasche, holte einen kleinen Revolver aus dieser. „Für immer....“ mit einem glücklichen Lächeln, drückte er ab und man sah nur noch wie sein Körper zusammensackte. Strahlend wurde er von Lawrence empfangen, wurde zärtlich geküsst, umarmt. Wie sehr Adrian sich danach gesehnt hatte. Gemeinsam sahen sie auf den leblosen Körper Adrians. „Lass uns gehen Adrian ... ich liebe dich auch für immer.“...

dass die Sonne scheint...
dass sie wieder scheint...


Jaspie
Wuppertal, 13. Juli 2005